Instagram hat weltweit über 500 Millionen Nutzer. Es ist damit (aktueller Stand Dezember 2017) das visuelle Netzwerk mit der höchsten Nutzeranzahl weltweit. Zum Vergleich: Facebook hat über 2 Milliarden Nutzer, konzentriert sich aber nicht ausschließlich auf Visuelles. Instagram gehört seit 2012 offiziell zu Facebook – es ist also keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung oder Alternative zum Facebook-Auftritt.
Instagram ist ein visuelles Social Network, das hauptsächlich mobil nutzbar ist, also auf Smartphone oder Tablet. Auf dem Laptop oder Desktop-PC lassen sich Bilder und Profile zwar anschauen und kommentieren, es lassen sich aber keine Fotos hochladen oder bearbeiten.
Instagram bietet eine Möglichkeit, ihr Unternehmen oder ihre Marke optisch in Szene zu setzen. Es steht damit in Konkurrenz zu Pinterest – einer Plattform die jedoch gänzlich anders funktioniert.
Was Instagram ausmacht:
- Der Fokus liegt auf Fotos oder kurzen Videos (max. 60 Sekunden) mit kurzer Textbeschreibung
- Instagram hat in Deutschland (Stand September 2017) 7 Millionen aktive Nutzer, weiltweit über 500 Millionen
- Die Inhalte sind weniger „unmittelbar“, sondern werden von Nutzern stärker kuratiert – Bilder werden oft aufwendig bearbeitet
- Instagram bietet 2 Zusatz-Features: „Instagram-Stories“, sogenannte Bilder oder Video-Slideshows, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden und „Instagram Live“, eine Livestream-Video-Funktion, die aber sofort gelöscht wird, sobald der Stream beendet ist
Instagram Starter-Tipps
- Lege ein Business Profil an
Wenn ihr Instagram für euer Business nutzen wollt, ist das Anlegen eines Business-Profils sehr zu empfehlen. Ihr bekommt dadurch Zugang zum Programm Instagram-Ads (also der Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten). Ihr bekommt Zugang zu Instagram Insights und könnt eure Nutzerdaten auswerten (wann wie viele Nutzer eure Profile liken oder damit interagieren) – das ist hilfreich, um herauszufinden, welcher Content gut ankommt und welcher nicht. Außerdem habt ihr mit einem Business-Profil die Möglichkeit, Kontaktbuttons hinzuzufügen. Über Kontaktbuttons haben Kunden oder Fans eurer Marke oder Unternehmens direkt Möglichkeit, Anfragen zu stellen.
- Optimiere dein Profil
- Wähle ein aussagekräftiges Profilfoto
- Teile kurz mit, was du oder dein Unternehmen machen, kurz und knapp
- Mache klar, was dich von anderen unterscheidet
- Fordere zu einer Handlung auf
- Füge eine kurze URL, die zu deiner Website führt, hinzu
In wenigen Sekunden muss so klar werden, wer du bist, für was dein Produkt oder Unternehmen steht und was dich von der Konkurrenz abhebt.
- Baue eine Fanbase auf
Um dein Unternehmen auf Instagram zu präsentieren und Nutzen davon zu ziehen, benötigst du natürlich ein Publikum, also eine Userbase. Du kannst dich dabei ruhig an Konkurrenz-Profilen orientieren, die eine ähnliche Ausrichtung haben wie du.
- Folge ähnlichen Usern und Profilen und versuche, Schemata zu erkennen
- Poste Content – am besten täglich und so regelmäßig wie möglich – und nutze Instagram Insights, um den Effekt auf deine Userbase zu kontrollieren. Welche posts kommen besonders gut an, welche eher nicht?
- Interagiere regelmäßig mit deiner Userbase: antworte möglichst auf alle Kommentare, stelle in Posts auch mal Fragen an deine User, zeige, dass du Interesse an Diskussionen hast und fordere sie zur Interaktion heraus – zeigst du Interesse an ihnen, zeigen sie auch Interesse an dir
- Schlage in bestimmten Abständen aus deiner Userbase Kapital aka: Preise dein Produkt oder deine Dienstleistung an, rufe direkt zum Kauf auf – spamme sie aber nicht damit voll und wende dies moderat an
- Optimiere deinen Feed
Vielleicht habt ihr ja schon einen Instagram-Account. Falls ihr professionell werden wollt, dann bereinigt ihn. Was damit gemeint ist? Löscht alle Fotos oder Videos, die keine gute Qualität aufweisen, also unscharf, stark verwackelt oder aus dem generellen Look and Feel eures Kanals negativ herausstechen. Apropos Look and Feel: Vergleicht euch mit anderen Kanälen, die über eine große Nutzerbase verfügen. Was machen die, was ihr nicht macht? Entwickelt einen wiedererkennbaren Stil. Eure Fotogalerie sollte einen einheitlichen Stil aufweisen. Benutzt ähnliche Filter auf allen Bildern, sodass die Pics nicht aussehen wie aus dem Gemischtwarenladen.
Tipps für mehr Sichtbarkeit
- Laut Studien sind Fotos mit Menschen darauf deutlich beliebter – wenn es also Sinn macht, immer Leute mit auf die Bilder nehmen!
- Achtet auf Qualität der Bilder: sie sollten mindestens scharf, hochauflösend und gut ausgeleuchtet sein, zusätzlich ist eine gewisse Ästhetik hilfreich, goldener Schnitt etc. – all das ist mittlerweile Standard auf Instagram
- Fragt euch immer selbst: Würdet ihr eurem Instagram-Profil folgen? Fändet ihr eure Fotos inspirierend oder würdet ihr gern eure Bildunterschriften lesen? Falls nicht, dann findet heraus, was euch selbst an einem Profil interessieren würde, schaut euch Profile an, die euch gefallen und orientiert euch daran
Werft auch einen Blick auf Instagram Insights (wenn ihr ein Business-Profil angelegt habt, wie wir es empfehlen würden). Dort könnt ihr sehen, welche eurer Beiträge besonders gut angenommen wurden. Konzentriert euch in Zukunft auf diese Art von Beiträgen. Reproduziert und variiert sie.
Soweit die generelle Einführung in Instagram. In Teil 2 unseres Crashkurses beschäftigen wir uns mit der Funktion „Instagram Stories“, dem „Instagram Livestream“ und – besonders wichtig – der Anzeigenschaltung auf Instagram.
Bis dahin: Seogruß ahoi!